Der Förderverein Dachauer Wasserturm e.V. bringt mit der Fotoausstellung „Naturjuwel Haspelmoor“ des Mammendorfer Naturfotografen Robert Hoiß das Haspelmoor in den Dachauer Wasserturm.
Der 'Moosfotograf' – Retrospektive auf 20 Jahre Naturfotografie
Als „Moosfotograf“ betitelt, durchstreift er seit über 20 Jahren das Haspelmoor und die angrenzenden Gebiete, um ihre Einzigartigkeit zu fotografieren und gleichzeitig ihre Verletzlichkeit zu zeigen, die Menschen zu ihrer Bewahrung und Schutz aufzurufen. So ist diese besondere Fotoausstellung nicht nur ein intensiver Blick in dieses Naturjuwel, sondern auch eine Art Retrospektive auf 20 Jahre Naturfotografie in dieser Landschaft. Seine Naturaufnahmen haben auch Eingang gefunden in das 2018 erschienene Buch von Toni Drexler „Das Haspelmoor“ und auch im Buch „Wilde Isar“ der GDT-Regionalgruppe München/Südbayern sind seine Bilder zu finden.
Aus einem Gletschersee in der Altmoränenlandschaft der Riss-Eiszeit entstanden, reichen die Ursprünge des Haspelmoors etwa 130.000 Jahre zurück. Damit ist es das älteste Moorgebiet in Oberbayern, das Haspelmoor ist gleichzeitig das nördlichste Hochmoor des bayerischen Alpenvorlands. 1985 wurde es zum Naturschutzgebiet erklärt.
Trotz über 100 Jahren wirtschaftlicher Ausbeutung vor allem durch Torfabbau, Trockenlegung und Kultivierungsversuchen ist dieses Hochmoor heute ein einzigartiges Naturjuwel in unserer Gegend. Seltene Tiere und Pflanzen, die an diesen speziellen Lebensraum angepasst sind und oft auf den Roten Listen ganz vorne zu finden sind, haben zum Teil hier ihr einziges Vorkommen in ganz Oberbayern. Das Rote Moos gehört zum gleichen Moorkomplex, hat als Niedermoor einen ganz anderen Charakter. Durch die Bahnlinie München-Augsburg ist es vom Haspelmoor abgetrennt.


